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Kaffeekapseln vs. Filterkaffee – The Winner is: Filterkaffee

Kapselkaffeemaschinen sind kultig, natürlich habe ich auch eine in meiner Küche stehen. Aber nun kam ich ins Nachdenken darüber, ob Filterkaffee nicht doch auch eine Möglichkeit wäre, mein Bedürfnis nach Koffein zu stillen. Wie kam es zu dieser Überlegung? Ich habe einen Artikel gelesen und mir wurde klar: Ich war eine Umweltsünderin und das gebe ich nun voller Reue zu. Bevor Ihr über mich allzu streng richtet, will ich gleich ankündigen: Ich habe mich entschlossen, mein Verhalten zu ändern und künftig mehr für die Umwelt zu tun! Dafür wird ein vielgenutzter Küchenhelfer in den Keller verbannt. Meine Kaffeekapselmaschine darf ab heute in den wohlverdienten Ruhestand gehen!

Back tot he Roots beim Kaffeekochen – der Filterkaffee feiert Renaissance

Anstelle von kultigen Kaffeekapseln werde ich ab heute nur noch umweltschonendere Varianten zum Kaffeekochen anwenden. Warum? Ich sehe es nicht mehr ein, dass ich meinen Mülleimer mit etwas fülle, was vollkommen überflüssig ist, jede Menge wertvolle Ressourcen in der Herstellung verbraucht und unter Umständen sogar schädlich für meine Gesundheit ist. Dabei weiß ich nicht mal, wohin die verwendeten Kapseln denn eigentlich gehören – in den Restmüll oder in den gelben Sack? Für die Zukunft brauche ich mich aber damit nicht mehr zu beschäftigen, denn ich koche Kaffee nur noch nach der althergebrachten Methode, wie es schon meine Oma getan hat. Ganz nebenbei zaubere ich damit wieder den unwiderstehlichen Kaffeeduft in meine Wohnung, wie er nur dann entsteht, wenn sich kochendes Wasser über loses Kaffeemehl ergießt. Ob man den Brühvorgang mit der Hand oder mit einer handelsüblichen Kaffeemaschine durchführt, ist eigentlich egal. Da ich aber konsequent back to the roots will – zumindest beim Kaffeekochen – brühe ich nur noch per Hand. Eine kleine Anleitung zum Kaffeekochen nach Oma-Art findet Ihr im nächsten Artikel.

Alternativen zu Kaffekapseln

Der Grund für meinen Sinneswandel liegt in der klaren Erkenntnis, dass Kaffeekapseln umweltschädlich sind. Das lässt sich auch nicht schönreden. Es werden 14 Kilowattstunden Strom benötigt, um aus dem Rohstoff Bauxit ein Kilogramm Aluminium herzustellen. Dadurch werden durchschnittlich 8,4 Kilogramm Kohlendioxid frei. Eine Kapsel schlägt mit ca. einem Gramm zu Buche. Im Jahr 2010 wurden ca. sieben Milliarden Kaffeekapseln verkauft und verwendet, wobei wir mittlerweile 2014/2015 schreiben und die Tendenz steigend sein dürfte! (Quelle: http://www.focus.de/wissen/klima/tid-25793/oeko-bilanz-von-kaffeekapseln-weniger-kaffee-fuer-mehr-muell-und-mehr-geld-das-problem-der-aluminium-kapseln_aid_752526.html).

Freilich reagieren die Hersteller von Kapseln und Kapselmaschinen auf diesen Wahnsinn mit der Entwicklung von recycling-fähigen Kapseln. Das lässt zumindest hoffen, dass künftig weniger umweltschädliche Nebenwirkungen beim Kaffeekochen entstehen werden. Es gibt mittlerweile auch Kaffeepads aus Filterpapier, die nach der Verwendung in den Biomüll gegeben werden können. Insofern wäre eine Kaffeemaschine für Pads aus meiner Sicht die umweltschonendere Alternative zur Kapselmaschine. Aber wenn ich schon meine Gewohnheiten verändere, dann mache ich gleich einen radikalen Schnitt.

Bei mir gibt’s künftig nur noch handgebrühten Filterkaffee

Nun stehe ich allerdings vor der Frage, ob ich eine herkömmliche Kaffeemaschine kaufen soll, oder wieder zum Handfiltern übergehen soll. Mein Weg führte mich deshalb in einen Elektromarkt, hoffnungsfroh stand ich vor dem Regal mit Kaffeemaschinen – und zog nach ca. 30 Minuten unverrichteter Dinge wieder ab. Warum? Die Maschinen kosteten zwischen 30 und 200 Euro, sahen futuristisch aus mit ihren vielen Knöpfen und Anzeigemöglichkeiten und können letztlich doch nichts anderes, als Kaffeekochen. Wenn schon, denn schon – so dachte ich mir und bevor ich durch den Kauf einer elektrischen Maschine erneut die Umweltbilanz belaste, greife ich künftig zur altbewährten Methode und brühe per Hand! Mal sehen, wie lange ich das durchhalte.